Herzlich Willkommen auf meiner Homepage. Ich heiße Thomas Rodemer und komme aus Herbstein, der Stadt auf dem Berge im Vogelsberg.

Wo liegt denn der Vogelsberg und Herbstein?

Der Vogelsberg ist ein Mittelgebirge in Hessen und erreicht im Taufstein eine Höhe von 773m. Er ist Teil des Osthessischen Berglandes und das größte geschlossene Basaltmassiv in Europa. Große Teile seiner Hochlagen nimmt der Naturpark Hoher Vogelsberg ein.
Herbstein ist eine Stadt im Vogelsbergkreis und seit 1962 anerkannter Luftkurort, und seit 2000 zusätzlich ein staatlich anerkanntes Heilbad mit Hessens höchster Heilquelle. Die Bevölkerung ist weit überwiegend katholisch, weil Herbstein jahrhundertelang zum Fürstbistum Fulda gehörte.

Wie bin ich zum Krippenbauen gekommen?

In meiner Familie gehörte es zur weihnachtlichen Tradition, eine Krippe unter dem Weihnachtsbaum aufzubauen. Die ersten Erinnerungen habe ich an die Krippe meiner Großeltern. Sie bestand aus einem Krippenstall in einer Gebirgslandschaft. Die Landschaft war aus einem mit kaschiertem Stoff bespannten Drahtgeflecht modeliert, die Figuren von Marolin. Leider ist diese Krippe und die meisten Figuren verloren gegangen.
Mit der Zeit hatte die Krippe für mich keine große Bedeutung mehr, gehörte einfach zu Weihnachten.

Erst vor ca. 15 Jahren sah ich auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt wunderschöne, holzgeschnitzte Figuren aus dem Grödnertal. Ich kaufte mir zunächst die Heilige Familie und begann wieder eine Krippe aufzubauen. Diese baute ich so nach und nach weiter aus und begann dann selbst, Krippen zu bauen.
Durch Zufall erfuhr ich, dass die Hünfelder Krippenfreunde Krippenbaukurse anboten. Ich nahm dann an einem Kurs teil und lernte neue Techniken und Fertigkeiten kennen. Die Kursleiterin und spätere Krippenbaumeisterin Angelika Möller weckte in mir den Wusch, selbst Krippenbaumeister zu werden.

Wenn ich mich mit dem Bau einer Krippe beschäftige, sind die Beweggründe nicht nur Brauchtum oder weil es vielleicht zum guten Ton gehört, sondern ein inneres Verlangen. Natürlich ist die Auseinandersetzung mit der Krippe wichtig, um ein eigenes Werk zu schaffen.
Viele Besucher auf den Weihnachtsmärkten oder bei den Krippenausstellungen lassen sich, unabhängig von Religion und Herkunft, die Details dieser besonderen Werke auf sich wirken. Viele davon haben überhaupt kein religiöses Wissen oder entsprechende Beziehung dazu, sind aber überwältigt von den Krippen und kommen oft aus dem Staunen nicht heraus. Vielleicht könnte es so damals den Hirten ergangen sein. Die ganze Fülle des dargestellten Geschehens scheint auf den Betrachter übergegangen zu sein.
Beim Krippenbauen spüre ich eine besondere Inspiration. Viele Vorstellungen und Details existieren bereits in meinem Kopf und ich versuche, diese handwerklich umzusetzen. Von Beginn bin ich mir bewusst, mich auf etwas Besonderes einzulassen. Es ist eine Herausforderung an all meine Sinne, das nötige Gespür zu entwickeln, mehr mit dem Herz als mit dem Kopf zu arbeiten.
Wie in jeder kreativen oder schöpferischen Arbeit werden auch hier sehr persönliche Prozesse geweckt, die oftmals geschlummert haben oder unterdrückt wurden. Die eigene Willenskraft sich zu trauen, so zu sein wie man ist und sich öffnen zu können, gewinnen an Bedeutung.
„Nicht perfekt, aber mit Augenmerk auf das Wesentliche.“ Das Schlichte und Einfache neu zu erwecken und zu entdecken ist das Ziel meiner Arbeit.

Wie wird man nun Krippenbaumeister?

2010 begann ich meine Ausbildung an der Krippenbauschule der Klüsserather Krippenfreunde an der Mosel. Im Auftrag des Verbandes Bayrischer Krippenfreunde werden dort in vier Kursen die Grundlagen vermittelt, um später selbst Krippenbaukurse anzubieten.
Seit 2010 leite ich in jedem Jahr einen Krippenbaukurs bei den Krippenfreunden Herbstein und bei den Hünfelder Krippenfreunden.

Ich hoffe, dass ich sie neugierig gemacht habe und sie mich auf den folgenden Seiten begleiten, um vielleicht von dem „Krippenfieber“ angesteckt zu werden, welches dieses schöne Hobby auslöst.

Ihr

Thomas Rodemer

 

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